Erfahrungen & Bewertungen zu Lebenskonzepte Köln

AD(H)S, haben doch nur Kinder? Das sind doch die „Zappel-philippe“ oder die „Hans guck in die Luft“ Kinder. Das gibt es doch nicht bei Erwachsenen oder etwa doch?
ADHS steht für „Aufmerksamkeitsdefizit – Hyperaktivitäts – Syndrom“. Lässt man das „H“ weg, steht ADS für „Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom“.

Bei vielen Menschen scheint das ADHS / ADS mit dem Erreichen der Pubertät erledigt zu sein. Die Symptome sind nun so stark abgeschwächt bzw. durch geeignete Therapien, völlig in den Hintergrund gedrängt worden, so dass die Betroffenen selbst bzw. die behandelnden Psychiater von Heilung sprechen. Tatsache ist, dass die Diagnose AD(H)S die häufigste gestellte Diagnose, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist.

Behandelt wird leider immer noch oft nur mit Medikamenten, wie Ritalin, Medikinet oder Elvanse u.a.
Geschätzte 30-40 % der betroffenen Jugendlichen müssen im Erwachsenenalter, dann immer noch auf diese Medikamente zurückgreifen, da sie ohne diese oft ihren Alltag nicht bewältigen können.

Viele Betroffene haben es nicht gelernt, ihre Defizite, die sie aus ihrer AD(H)S geprägten Kindheit akzeptieren mussten durch entsprechende (nicht medikamentöse) Therapien behandeln zu lassen.
Stand im Vordergrund der Therapie die medikamentöse Therapie, damit der Betroffene am schulischen Leben bzw. am familiären Leben teilhaben konnte, so hat sich das Gehirn leider nicht so entwickeln können, wie es für das weitere Leben dienlich gewesen wäre. (Ich beziehe mich hier auf Prof. Gerald Hüther, Neurobiologe, Forscher auf dem Gebiet der AD(H)S Symptomatik, Buchautor und Kritiker der üblichen Therapie: Kinder durch Medikamente ruhig zu stellen)

„Als Neurobiologe kann ich nur sagen, dass das Allerwichtigste, das ein Mensch besitzt, und das die Voraussetzung ist, dass er viel lernt und sich später im Leben zurechtfindet, die angeborene Lust am Entdecken und am gemeinsamen Gestalten ist.“ Zitat Prof. Gerald Hüther

Viele Erwachsene setzen später die Medikamente einfach ab. Die Symptome treten erwartungsgemäß (meist kaschiert) wieder auf, da durch die Tabletten die Entwicklung im Gehirn nicht umfassend abgeschlossen wurde…
In der Beziehung fallen der Partnerin / dem Partner bestimmte Besonderheiten auf. Der Partner ist schnell gereizt, die Frustrationsgrenze ist niedrig, er wirkt unkonzentriert, ist bei Problemen überfordert, ist oft mutlos, kann sich nicht lange konzentrieren, benötigt sehr viel Zuspruch und Anerkennung, findet Dinge nicht sofort wieder, kann nicht gut Ordnung halten, vertrödelt gerne seine Zeit, wir könnten noch viele Beispiele auflisten. Es müssen nicht alle Aussagen zutreffen und natürlich können auch einzelne Aussagen auf Menschen zutreffen, die nicht an AD(H)S leiden.

Wichtig sind immer 3 Kriterien, die erfüllt sein sollten.
Leidet der Betroffene selbst unter den Symptomen des vermuteten AD(H)S), besteht also ein Leidensdruck?
Besteht die Symptomatik länger als 6 Monate?
Beeinträchtigen die Symptome das soziale Leben des Betroffenen (gemeint sind Partnerschaft, Familie, Arbeitsstelle und Freunde) nachhaltig?

Wenn Sie oder ihr Partner bereits eine Frage eindeutig mit „ja“ beantwortet haben, sollten sie sich vertrauensvoll an einen Psychiater / Psychiaterin wenden und sich testen lassen. Bitte scheuen sie nicht den Gang zum Facharzt, auch wenn die Berufsbezeichnung „Psychiater“ Ihnen vielleicht zunächst Angst einflößt. Sie gelten nicht als Geisteskrank, wenn wirklich die Diagnose „AD(H)S“ gestellt werden sollte.

Falls die Diagnose gestellt wird, können Sie selbst und ihr Umfeld nun ganz anders mit sich selbst und ihren Besonderheiten umgehen. Ich habe viele Paare und auch Einzelpersonen beraten und gecoacht, bei denen einer oder auch beide Partner die Diagnose (AD(H)S bekamen.
Neben einer fachärztlichen Beratung könnten Sie vielleicht von einem spezifischen Coaching profitieren, dass Ihnen hilft den Alltag besser zu gestalten.

Steht die fachärztliche Diagnose und erfüllen sie noch ein paar weitere Bedingungen, können sie sogar finanzielle Hilfe vom Staat, nach dem „Bundeteilhabegesetz“, zur Bewältigung ihres Alltags erhalten. Da ich auch Coach für erwachsene Personen mit AD(H)S bin, berate ich sie zu diesem Thema gerne gesondert. Bitte rufen Sie mich diesbezüglich an oder schreiben Sie mir eine Mail. Ich melde mich bei Ihnen.

Für Ihre Partnerschaft kann die gezielte Behandlung, inkl. einem bedarfsgerechten Coaching von entscheidender Bedeutung sein. Möglicherweise haben die aufgeführten Eigenarten des Partners, wie Gereiztheit, Unkonzentriertheit, keine Struktur in wichtigen Dingen erkennbar… nun eine völlig andere Bedeutung. Nachdem die Familie nun weiß, warum ein Mitglied so ist, wie es ist können alle lernen entsprechend damit umzugehen. Das Coaching und die Therapie verbessern die alltäglichen Defizite sukzessiv und nachhaltig.

Möglichweise haben Sie an Ihren Kindern bereits ähnliche Symptome festgestellt. Unter Fachärzten wird die mögliche Vererbung von AD(H)S intensiv diskutiert.
Es geht nicht darum einen Freifahrtschein für einen launischen Partner auszustellen, sondern vielmehr neben der Aufklärung auch konkrete Hilfe für den Betroffenen, aber auch für die Partnerschaft oder auch für die gesamte Familie zu erarbeiten.

Aus vielen statistischen Erhebungen können wir heute ableiten, dass Personen mit AD(H)S häufig gescheiterte Beziehungen bzw. Ehen, sowie zerbrochene Familien beklagen. Oft werden Arbeitsplätze gewechselt, ohne dass immer ein Grund erkennbar ist. Freundschaften werden nicht eingegangen oder aber zerbrechen schnell wieder, bzw. verlaufen im Sande.

Wenn Sie sich nun persönlich angesprochen fühlen oder wenn Sie glauben ihr Partner, Partnerin oder auch ihre Kinder könnten betroffenen sein, dann rufen Sie mich bitte an. Ich helfe Ihnen, falls nötig, einen geeigneten Facharzt zu finden und stelle gerne für Sie ein geeignetes Coaching zusammen.
Falls nötig helfe ich Ihnen auch bei der Beantragung von Leistungen bei den Kostenträgern.

Ich stehe Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Bitte rufen Sie mich an unter 0177-5209053 oder schreiben Sie mir eine Mail an info@lebenskonzepte-koeln.de
Ihr Georg Krause

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